Summer School
Act together! Setz dich für einen demokratischen Klimadiskurs ein!

Wie können Bochumer Stadtteile nachhaltig geplant werden? Wie kannst du dich für eine faire Klimadebatte einsetzen? In wissenschaftlichen Sessions und praxisorientierten Workshops finden wir das und mehr gemeinsam heraus!

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Veranstaltung fand bereits statt

16.

September

2024

16. September 2024 – 20. September 2024

09:30 – 17:30

Kulturzentrum Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

51 €

Anmeldung Summer School

Veranstaltungsinformationen

Kooperationsveranstaltung mit der vhs Bochum und dem Kulturzentrum Bahnhof Langendreer.

An fünf Tagen beschäftigen wir uns mit einem Fokus auf den urbanen Raum aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Themen Klimakrise, Klimaschutz und Klimakommunikation. So wollen wir gemeinsam demokratische Handlungsmöglichkeiten in unserem Umfeld erkennen und entwickeln.

In wissenschaftlichen Sessions mit Expert*innen der Bochumer Hochschulen und praxisorientierten Workshops wirst du sowohl facettenreiches Fachwissen zum Klimawandel erwerben als auch methodische Kenntnisse im Bereich Kommunikation, Argumentation und Debattenführung kennenlernen.

Wie können Bochumer Stadtteile nachhaltig geplant werden? Wie erleben marginalisierte Communitys in Bochum schon heute urbane Hitzeperioden? Wie können sich Städte vor zukünftigen Extremwetterereignissen schützen? Warum ist gewaltfreie Kommunikation in Klimadebatten wichtig? Zum Ende der Summer School ermutigen wir dich dein erworbenes Wissen auch in eigenem zivilgesellschaftlichem Engagement anzuwenden und zu vertreten!

Ort: Kulturzentrum Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum 

Zeitraum: 16. bis 20. September 2024, jeweils von 9.30 bis 17.30 Uhr
Anmeldeschluss: 31. Juli 2024
Für die Anmeldung, werdet ihr auf die Website der Volkshochschule Bochum weitergeleitet. Die Anmeldung findet ihr hier.

Vollpreis: 85€ / ermäßigt: 51 €

Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms des Hauses des Wissens zum Thema Klimawandel. Das komplette Jahresprogramm findet ihr hier.

Programm Summer School

Montag, 16.09.2024

Kommunikation und Kooperation

Einführung: Kennenlernen, Grundsätze, Zielsetzungen der Summer School

Mit Sabela Losada Barros (Bahnhof Langendreer) & Astrid Thews (vhs Bochum)

Am ersten Tag der Summer School widmen wir uns dem Roten Faden unserer gemeinsamen Woche, euren Motivationen und Lernzielen. Ein wesentlicher Aspekt demokratischer Debattenkultur ist Kommunikation in ihren verschiedenen Facetten. Wir betrachten und reflektieren unterschiedliche Modelle. Um eine Lerngruppe für die Woche zu werden, üben wir uns in Kooperationen.

 

Dienstag, 17.09.2024

Klimawandel und Technologie

Wissenschaft: 2045 – Wege zur Klimaneutralität im Ruhrgebiet

Mit Dr. Alexander Heim (Fraunhofer IEG)

Bis 2045 soll Deutschland netto-klimaneutral werden. Doch wie gestalten sich die nachhaltigen Energiesysteme der Zukunft? Welche Technologien werden wir 2045 nutzen? Und welche regionalen Besonderheiten bietet dafür etwa das Ruhrgebiet? Nach einer inhaltlichen Einführung werden unterschiedliche Optionen anhand konkreter Beispiele gemeinsam diskutiert und eingeordnet.

Wissenschaft: Intelligente Städte – Wie KI uns vor klimabedingtem Extremwetter schützen kann

Mit Anika Hotzel (Hochschule Bochum)

Extremwetterereignisse, wie klimabedingte Hochwasser, stellen große Herausforderungen für Städte dar. Wie kann KI dabei helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen? Wie können smarte Überwachungssysteme frühzeitig vor Gefahren warnen? Nach einer thematischen Einführung werden die Teilnehmenden selbst mithilfe praktischer Anleitungen auf Grundlage von KI und Datenanalyse, Lösungen für klimabedingte Herausforderungen in der Metropole Ruhr entwickeln.

Diskussionspraxis: Gewaltfreie Kommunikation

Mit Danny Friedrich (freier Trainer)

 

 

Mittwoch, 18.09.2024

Klimawandel und Migration

Wissenschaft: Hitze, Armut und Gesundheit – Communityforschung für resilientere Stadtviertel

Mit Prof. Dr. Christiane Falge & 2-3 Stadtteilforscherinnen (Hochschule für Gesundheit)

Klimabedingte Extremwetterlagen verschärfen weltweit und regional gesundheitliche Ungleichheiten, insbesondere für Ältere, Alleinlebende, (chronisch) Vorerkrankte sowie für marginalisierte Gemeinschaften Communities allgemein. Wie kann Communityforschung dazu beitragen, klima-bezogene Gesundheitskompetenz  zu erhöhen? Wie kann sie gesundheitsförderliche Verhaltensweisen bei Bewohner*innen in der Klimakatastrophe verbessern? Der Workshop lädt dazu ein,  mit den Bochumer Stadtteilforscher*innen über Methoden der Klimaanpassung durch Communityforschung ins Gespräch zu kommen.

Wissenschaft: Wenn Heimat verschwindet – Der völkerrechtliche Status von Klimageflüchteten

Mit Maren Solmecke (Stipendiatin des Joachim-Herz-Promotionskollegs für Recht und Transformation)

Im Jahr 2022 haben rund 32,6 Millionen Menschen ihre Heimat aufgrund der Auswirkungen der Klimakrise verlassen müssen. Dennoch sind die Folgen der Klimakrise kein anerkannter Fluchtgrund nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Das Seminar beschäftigt sich mit dem völkerrechtlichen Status von Klimageflüchteten und möglichen Konzepten, um klimabedingte Fluchtbewegungen in Zukunft rechtlich adäquat zu erfassen. Insbesondere wird ein Augenmerk auf der Frage liegen, was mit Staaten geschieht, die durch den Anstieg des Meeresspiegels von einem vollständigen Untergang ihres Staatsgebiets bedroht sind.

Diskussionspraxis: Argumentationstraining

Mit Felix Koblenzer (freier Trainer)

 

 

Donnerstag, 19.09.2024

Klimawandel und Mobilität

Wissenschaft: Straßenraum im Fokus – Wie wir durch aktive Mobilität unsere Stadt mitgestalten können

Mit Franca Hollmann & Lili Depka (Hochschule Bochum)

Mobilität – ein alltägliches Thema. Wie bewegt ihr euch im Alltag fort? Nach einer kurzen Einführung über die Grundbegriffe wollen wir mit euch diskutieren, wie die Mobilität und der Straßenraum der Zukunft, aussehen kann, was die Hindernisse sind und was jede*r Einzelne*r für die Mobilitätswende tun kann.

Wissenschaft: Nachhaltige Mobilität für alle – Berücksichtigung der Bedarfe behinderter Menschen

Mit Prof. Dr. Kathrin Römisch ((Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe)

Während nachhaltige Mobilität zunehmend an Bedeutung gewinnt und Maßnahmen, wie der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, Fahrradfreundlichkeit und die Förderung autofreier Bereiche vorangetrieben werden, bleiben die Bedürfnisse behinderter Menschen hierbei häufig unberücksichtigt. Im Seminar werden Barrieren identifiziert und Maßnahmen zur Förderung einer inklusiven Mobilität diskutiert.

Diskussionspraxis: Debattieren in der Fish Bowl

Mit Sherin El Safty (UniverCity Bochum)

 

 

Freitag, 20.09.2024

Klimaschutz und Umsetzung

Wissenschaft: Nachhaltigkeit im Urbanen – Die Rolle ökologisch nachhaltiger Neubauquartiere

Mit Abeer Janes (Ruhr-Universität Bochum)

Klimawandel, Verknappung natürlicher Ressourcen, Verlust der Biodiversität: Angesicht der multiplen Herausforderungen und Krisensituationen ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung von und durch Städte und ihren Quartieren dringender denn je. Mögliche Ansätze bieten ökologisch nachhaltige Neubauquartiere. Aber was zeichnet ökologisch nachhaltige Quartiere aus? Wie wird ökologische Nachhaltigkeit in Quartieren umgesetzt? Welche Herausforderungen stehen der Umsetzung entgegen? Diese und weitere Fragen sollen im Vortrag aufgegriffen und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert werden.

Diskussionspraxis: Bochumer Klimainitiativen im World Café!

Abschluss

Mit Sabela Losada Barros (Bahnhof Langendreer) & Astrid Thews (vhs Bochum)

Wir kommen zurück auf eure Lernziele und Motivationen. Was nehmt ihr mit aus dieser Summer School? Wie geht es für euch weiter?

 

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  • Astrid Thews (M.A. Cultural Anthropology; Universität Uppsala/ Schweden) leitet seit Mai 2021 den Fachbereich Gesellschaft | Politik an der Volkshochschule. Von 2011 bis 2016 war sie als Kulturmanagerin in Kairo/ Ägypten tätig. Seit 2016 arbeitet sie als Trainerin im Kulturmanagement und als politische Bildnerin. Ihr Schwerpunkt liegt hier auf der systemischen Betrachtung von Gruppen und auf der Unterstützung von Selbstwirksamkeitserfahrungen von Teilnehmenden. Astrid Thews arbeitet grundsätzlich und in Seminaren gerne in und mit heterogenen Teams und Gruppen.

  • Ich, yo, eu • bin in einer westlichen, eurozentristischen, jungen Demokratie geboren und aufgewachsen • hab gelernt, studiert, verlernt, Lücken entdeckt und akzeptiert • bin migriert • kann mich noch an Strom- und Wasserausfälle erinnern • versuche mit wenig Plastik zu leben, das klappt aber kaum • fahre Fahrrad oder Bahn, leider nicht mehr beides • stelle gerne meine grammatikalischen Fehler zur Verfügung • liebe den Frühling, das Wasser mit Kohlensäure, Fragen zu stellen und die Zwischenräume • Hochschule > audiovisuelle Kommunikation > „was soziales“ > Weiterbildung > Pädagogik > Kultur > Politik & Gesellschaft > ?

  • Dr.-Ing. Alexander Heim ist Referent der Institutsleitung an der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG. Er blickt auf mehr als zehn Jahre Berufserfahrung in der Energiewirtschaft zurück. Er leitete strategische Leuchtturmprojekte und beschäftigte sich insbesondere mit der techno-ökonomischen Bewertung im Kontext der Wasserstoffinfrastruktur, mit gekoppelten Energiesystemen sowie elektrischen Groß-Speichern.

  • Anika Hotzel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wasserbaulabor der Hochschule Bochum. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Verbesserung von Hochwasserwarnsystemen mittels künstlicher Intelligenz. Sie hat bereits an einigen Projekten zu den Themen Talsperrensteuerung, verschiedensten hydrologischen Modellierungen und Starkregenvorsorge gearbeitet. Derzeit entwickelt sie im Rahmen ihrer Promotion ein Long Short-Term Memory zur Simulation von Abflusszeitreihen.

  • Christiane Falge ist Professorin für Gesundheit und Diversität an der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Migration, Community Health und gesundheitliche Ungleichheit. Als medizinische Anthropologin verfolgt sie einen postmigrantischen, kollaborativen Ansatz und gründete in diesem Zusammenhang 2016 das Stadtteillabor Bochum als einen Ort der nicht-hierarchischen, dekolonisierenden Wissensproduktion und des Community Empowerments. Das Ziel des City Labs ist es, neues, interventionsgekoppeltes Wissen zu produzieren, das zu gemeinschaftlichem Aktivismus führt, der darauf abzielt, gesundheitliche Ungleichheiten zu reduzieren. Aktuell forscht sie zu möglichen Verbindungen zwischen Communityforschung, politischem Aktivismus und Transformationen.

  • Maren Solmecke hat an der Ruhr-Universität Bochum und an der Universidade de Lisboa in Portugal Rechtswissenschaft studiert. Seit mehreren Jahren ist sie außerdem in der Klimabewegung, insbesondere im Bereich Klimabildung, aktiv. Aktuell beschäftigt sie sich als Stipendiatin des Joachim-Herz-Promotionskollegs für Recht und Transformation der Leuphana Universität Lüneburg in ihrer Forschung mit der Lösung rechtlicher Probleme im Zusammenhang mit der Klimakrise. Ihr Promotionsprojekt widmet sich den rechtlichen Fragen rund um Implementierung und Durchsetzung eines UN-Fonds für klimabedingte Schäden und Verluste („loss and damage“), wie er auf der COP27 beschlossen wurde.

  • 2017 begann Franca Hollmann ihr Studium an der Hochschule Bochum im Bachelor Nachhaltige Entwicklung. Schon bald wurde ihre Begeisterung für Mobilität geweckt und so fing sie 2020 bei Prof.‘in Dr.-Ing. Iris Mühlenbruch am Institut für Mobilität und Verkehrssysteme als studentische Hilfskraft an. Nach ihrem Abschluss Bachelor of Science begann ihr Masterstudium Umweltingenieurwesen und aus der Stelle der studentischen Hilfskraft wurde die wissenschaftlichen Hilfskraft. Seit Ende 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in Teilzeit und Projektbearbeiterin des Forschungsprojektes THALESruhr mit dem Transferprojekt 3: Straßenräume umgestalten, aktive Mobilität fördern.

  • Lili Depka lebt und studiert in Bochum. Seit 2020 studiert sie Nachhaltige Entwicklung mit dem Vertiefungsschwerpunkt Infrastruktur und Verkehrswesen an der Hochschule Bochum. Nebenberuflich arbeitet sie im Transferprojekt THALES der Hochschule Bochum zur Förderung von aktiver Mobilität in Kommunen und darüber hinaus bei der Planersocietät in Dortmund, einem Planungsbüro für Mobilität und Stadtplanung.

  • Kathrin Römisch ist Professorin für Heilpädagogik und Inklusion an der ev. Hochschule RWL in Bochum und stellvertretende Leitung des Bochumer Zentrums für Disability Studies (BODYS).

  • Für ihr Studium der Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Kultur- und Geschlechtertheorien zog es Sherin El Safty von Ostwestfalen ins Ruhrgebiet. Nach verschiedenen beruflichen Stationen, auch bereits während des Studiums (u.a. bei EDITION F, FACE@RUB, Stiftung Mercator) führte sie ihr Weg zu UniverCity Bochum. Hier ist sie für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie für Veranstaltungsmanagement verantwortlich. Von 2022 bis 2023 gründete und leitete Sherin El Safty außerdem den Podcast „Pottgedanken – der Podcast zu Identität und Heimat im postmigrantischen Ruhrgebiet“ mit.

  • Abeer Janes ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem nachhaltige urbane Entwicklung, sozio-ökologische und transformative Forschung. Sie hat bereits in verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekten gearbeitet, die sich mit Themen einer nachhaltigen Entwicklung und Fragen der Energiewende, Plastikvermeidung sowie Klimawandelanpassung beschäftigen. Derzeit befasst sie sich in ihrer Promotion mit dem Thema nachhaltige Quartiersentwicklungen in urbanen Kontexten.

Programmflyer

Im Programmflyer findest du alle Infos zu unserer Summer School sowie Details zum Programms gesammelt in einem Dokument. Teil ihn gerne mit Freund*innen und anderen Interessent*innen! Hier geht’s zum Download!

Summer-School2024-UCBO_VHS_Faltblatt-A5.pdf

Dateigröße 240 KB