27 Okt 27. Oktober 2016

Konferenz: Technologie und Gesundheit - eHealth in Interaktionen | Hochschule für Gesundheit

Konferenz: Technologie und Gesundheit - eHealth in Interaktionen | Hochschule für Gesundheit

Im Arbeitsalltag der Gesundheitsberufe finden viele neue Gesundheitstechnologien noch keine oder nur kaum Anwendung. Dass die Innovationspotenziale neuer Gesundheitstechnologien nicht ausgeschöpft werden, liegt nur zum Teil an der mangelnden technischen Interoperabilität zwischen Soft- und Hardwarelösungen. Vor allem ist es häufig noch unklar, wie neue Gesundheitstechnologien erfolgreich in bereits bestehende Behandlungs- und Interaktionsprozesse zwischen Behandelten und Behandelnden integriert werden können. Der Fokus von anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung liegt in diesem Sinne noch zu stark auf der technischen Machbarkeit und zu wenig auf den Konsequenzen, die neue Gesundheitstechnologien für die Beziehungs- und Interaktionsebene des Behandlungsprozesses haben. Diese interaktionellen Auswirkungen sind jedoch Faktoren, die wesentlich darüber entscheiden, ob neue Technologien nachhaltig in laufende Versorgungsprozesse implementiert werden können.

Vor diesem Hintergrund ist die Akzeptanz neuer Technologien bei vielen Akteuren im Gesundheitswesen noch gering. Andererseits sind aber mittlerweile viele gesundheitsbezogene Technologien und Softwarelösungen für Teile der Gesellschaft finanziell erschwinglich und teils auch schon verbreitet. Was braucht es also, um die vielfältigen Potenziale dieser in der Breite ankommenden Technologien für die Praxis der Gesundheitsberufe zu erschließen?

Dieser Frage nachzugehen ist das Ziel der erstmalig organisierten Konferenz „Technologie und Gesundheit“  am 27.10.2016 mit dem Schwerpunkt eHealth in Interaktionen. Sie wird einerseits wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu diesem Themenkomplex präsentieren und andererseits Anbieter*innen von eHealth-Anwendung, wie bspw. Trackingprodukten, Health-Apps, AAL-Lösungen oder smarten Textilien, die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Produkte bieten. Diese Zusammenführung von anwendungsorientierter Forschung mit exemplarischen praxisorientierten Demonstrationen bildet die Basis, um das Für und Wider neuer medizinisch-therapeutischer Technologien zu diskutieren. Die Konferenz bietet so die Plattform für einen patient*innen- bzw. klient*innenzentrierten Austausch zwischen Forschung und Praxis der technikgestützten Gesundheitsversorgung. Die Aufgabe eines solchen Diskurses muss es sein, wissenschaftlich belegte  Lösungen zu finden, um die vielfältigen Potenziale neuer gesundheitsbezogener Technologien effektiv und kosteneffizient für die Gesundheitsversorgung zu erschließen.

Der Aufbau der Konferenz ist entsprechend komplementär. Im Rahmen einer Messe wird es gesundheitsrelevante Hard- und Softwarelösungen zu sehen und zu testen geben. Namhafte Hersteller bereits auf dem Markt verfügbarer Produkte stellen ihre Lösungen im Bereich eHealth vor und diskutieren und erarbeiten in Workshops mit Praktiker*innen neue Herangehensweisen an alt bekannte (Gesundheitsversorgungs-) Probleme. Ergänzend zu den Workshops können Vorträge besucht werden, in denen das Zusammenspiel von eHealth und fachlichem Handeln in Interaktionen im Mittelpunkt steht.

Themenschwerpunkte der Vorträge:

  • Veränderungen der Behandelte-Behandelnde-Interaktion
  • Akzeptanzerhöhung auf Klienten- und Therapeutenseite
  • Individualisierte Versorgung durch Technik
  • Der digitalisierte Klient – Perspektiven auf eine veränderte Beziehung zum Klienten
  • Therapieunterstützung 2.0 – Vorteile für selbstständig durchzuführende Therapieanteile

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