WINTER SCHOOL –
Brave Spaces gestalten: Räume für Mut, Aushandlung und Community-Arbeit

Überall, wo Menschen zusammenkommen, gibt es Themen, die sich schwierig anfühlen. Brave Spaces sind Räume, in denen sich diesen Themen bewusst gewidmet wird. Unsere Winter School lädt dazu ein, diese Idee gemeinsam zu erforschen und praktsch zu erproben.

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Veranstaltung fand bereits statt

6.

November

2026

6. November 2026 – 5. Dezember 2026

10:00 – 17:00

Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Kostenfrei

Zur Anmeldung

Die Veranstaltung findet an folgenden Tagen statt:  06.11./07.11.. 20.11./21.11. and 04.12./05.12.

Regulär gehen die Veranstaltungstage von 10 bis 17 Uhr.

Ob in der Nachbarschaft, in der Uni oder im Ehrenamt: Überall, wo Menschen zusammenkommen, gibt es Themen, die sich schwierig anfühlen. Brave Spaces sind Räume, in denen sich diesen Themen bewusst gewidmet wird. Durch eine bewusste Anleitung und die Bereitschaft aller Beteiligten, Verantwortung füreinander zu übernehmen, kann ein produktiver Austausch entstehen. Auch dann, wenn gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen. 

Die Winter School „Brave Spaces gestalten“ lädt dazu ein, diese Idee gemeinsam zu erforschen und praktisch zu erproben. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Lernen durch Erfahrung: Aufbauend auf theoretischen Grundlagen zu Brave Spaces entwickeln die Teilnehmenden in Kleingruppen eigene Ansätze für mutige Räume und setzen diese im Verlauf der Winter School im geschützten Rahmen der Gruppe selbst um.  

Die Winter School richtet sich an aktive Personen aus dem Hochschulkontext, der politischen Bildung, der Zivilgesellschaft und anderen Communities, die Räume für Austausch und Aushandlung initiieren oder begleiten möchten. Ziel ist es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, Brave Spaces eigenständig zu konzipieren, zu moderieren und in ihre jeweiligen Kontexte weiterzutragen. 

 

Kooperation Bahnhof Langendreer, UniverCity Bochum e.V., vhs Bochum auf dem Weg zum Haus des Wissens!

Programm Winter School

Freitag, 06.11.2026

Wer sind wir und wie wollen wir miteinander umgehen?

Zum Auftakt steht das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Gemeinsam nähern wir uns der Frage, was einen Brave Space ausmacht und was es braucht, damit ein solcher Raum entstehen kann. Dabei entwickeln wir ein gemeinsames Verständnis von Brave Spaces und legen die Grundlage dafür, wie wir während der Winter School miteinander lernen wollen.

Samstag, 07.11.2026

Wie können wir uns einem intersektionalen Raum bewegen? (Shivā Amiri, Empowerment-Trainer*in)

Am zweiten Tag richten wir den Blick auf uns selbst und unsere Rolle in gemeinsamen Räumen. Wir setzen uns mit Machtdynamiken auseinander und fragen, welche Bedeutung Fürsorge und Verantwortung für unser Miteinander haben. Mit körperorientierten Methoden und Reflexion hinterfragen wir Denk- und Handlungsmuster und schaffen Raum für Ent_lernen.

Freitag, 20.11.2026

Mut und Mündigkeit. Diskriminierungskritik als Grundvoraussetzung für Brave Spaces (Dr. Johannes Berchem, Ruhr-Universität Bochum)

Brave Spaces brauchen einen bewussten Umgang mit Diskriminierung, Ausgrenzung und Machtverhältnissen. Anhand von Praxisbeispielen beschäftigen wir uns damit, wie wir diese erkennen und ihnen handlungssicher begegnen können. Gemeinsam fragen wir: Welche diskriminierungskritischen Ansätze braucht es, um Räume für solidarisches Handeln zu gestalten?

Samstag, 21.11.2026

Konstruktives Streiten szenisch erproben (Jens Koller, Evangelische Hochschule Bochum

Konflikthafte Aushandlungsprozesse scheitern häufig an unzureichenden Rahmenbedingungen. Anhand des Debattenmodells „Streitbar“ erkunden wir gemeinsam, wie Räume für mutige Kontroversengestaltet werden können. Durch szenisches Erproben machen wir Spannungsfelder und ihren Einfluss sichtbar. Im geschützten Rahmen testen wir, wie konstruktives Streiten gelingen kann.

So könnte es sein?! – Brave Spaces praktisch erprobt

Wir erproben gemeinsam ein bestehendes Brave-Space-Format und durchlaufen es von Anfang bis Ende: Dabei erleben wir unterschiedliche Methoden wie die Aufstellung, das Kugellager oder die Fishbowl als mögliche Bestandteile eines Brave Spaces. Im Anschluss reflektieren wir unsere Erfahrungen: Was hat dieser Aufbau ermöglicht und was nehmen wir daraus für die Gestaltung unserer eigenen Brave Spaces mit?

Freitag, 04.12. + Samstag, 05.12.

Eigene Brave Spaces gestalten

Im Abschlussmodul entwickeln wir Konzepte für eigene Braver Spaces. Dabei können wir die Gruppe im Sinne von Peer-Support nutzen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können wir das bisher Gelernte mitnehmen und anwenden? Wie können sichere und mutige Räume auch über die Winter School hinaus gelebt werden? Welche Unterstützung brauchen wir, um anzufangen?