Bochum ist die Wissenschaftshochburg im Ruhrgebiet - sieben Hochschulen, rund 56.000 Studierende und annähernd 10.000 Beschäftigte stehen für eine einzigartige akademische Vielfalt.

UniverCity Bochum ist der Zusammenschluss der Stadt Bochum, der Bochum Marketing GmbH, der IHK Mittleres Ruhrgebiet, des Akademischen Förderungswerkes, des Deutschen Bergbau-Museums sowie von sieben Bochumer Hochschulen.

Das gemeinsame Ziel der Partner ist die weitere Stärkung Bochums als Stadt der Wissenschaft und Bildung und eine stärkere Identifikation der Bochumer Bürgerinnen und Bürger mit den wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt.

Mit UniverCity Bochum haben Stadt, Hochschulen und weitere Partner hierfür ein Format der Zusammenarbeit geschaffen.

Wissenstransfer

Wissenstransfer, also die Frage, wie vorhandenes Wissen zwischen Personen bzw. Institutionen zum wechselseitigen Nutzen ausgetauscht wird, ist ein wichtiges Thema für Wissenschaftsstandorte.Wissenstransfer, also die Frage, wie vorhandenes Wissen zwischen Personen und/oder Institutionen zum wechselseitigen Nutzen ausgetauscht wird, ist ein wichtiges Thema für Wissenschaftsstandorte. Wissenstransfer kann dabei inhaltlich enger und breiter verstanden werden.

Mit Blick auf Hochschulen und ihren gesellschaftlichen Auftrag setzt sich im Politik- und Fachdiskurs zunehmend das Verständnis durch, dass Hochschulen neben Forschung („First Mission“) und Lehre („Second Mission“) eine „Third Mission“ zu erfüllen haben. Diese steht für ein breites Transferverständnis (weiterführender Link zur aktuellen Transferdebatte), die von der KinderUni Bochum über Bürgervorlesungen bis hin zur Gründerförderung reicht (siehe Gründercampus / Senkrechtstarter). So gesehen ist die UniverCity Bochum insgesamt gelebter Wissenstransfer.

Dazu passt, dass der Blue Square der Ruhr-Universität Bochum in der Bochumer Innenstadt zunehmend als gemeinsamer öffentlicher Veranstaltungsort durch die Bochumer Hochschulen genutzt wird. Das Angebot an Informations-, Beratungs- und Mitmach-Formaten ist breit. Hier findet Wissenstransfer ganz praktisch statt: von der Wissenschaft zu den Bürgerinnen und Bürgern – und umgekehrt.

Im folgenden Text geht es um Wissenstransfer und Transferunterstützung im etwas engeren Sinne.
Die Dichte an entsprechenden unterstützenden Einrichtungen ist hoch, das Angebot vielfältig.

Wissenstransfer an den Bochumer Hochschulen und weitere transferunterstützende Einrichtungen

Die Hochschulen in der UniverCity Bochum verfügen meist über eigene Transfereinrichtungen. Ihr Ziel ist es, den Zugang zu akademischem Knowhow zu erleichtern und dieses für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. Weiterführende Informationen bieten die Bochumer Hochschulen auf ihren Websites an:

EBZ Business School
Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Hochschule Bochum
Hochschule für Gesundheit
Ruhr-Universität Bochum 
Technische Hochschule Georg Agricola

In Bochum gibt es zudem eine Vielzahl weiterer transferunterstützender Einrichtungen unterschiedlicher Organisationen und Akteure. Hierzu gehören insbesondere:

BioMedizinZentrum Bochum  
Bochum Wirtschaftsentwicklung
EnergieEffizienzZentrum Bochum
Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM
GesundheitsCampus Bochum  
Technologiezentrum Ruhr

In der Entwicklung befindet sich die von der Ruhr-Universität Bochum initiierte und auf die UniverCity Bochum insgesamt ausgelegte WORLDFACTORY. Dahinter verbirgt sich ein neuartiges Transfer- und Gründungskonzept, das Studierende, Wissenschaftler/innen und Unternehmer/innen zusammen bringt und damit Theorie und Praxis verbindet.

Das UFO bietet Studierenden der Bochumer Hochschulen Raum und konkrete Hilfestellung für kreative Ideen. Co-Working-Spaces können online gebucht werden. Experten beantworten in den offenen Beratungsstunden der Starterbase Fragen rund um das Thema Existenzgründung. Der Kooperationsprozess wird kontinuierlich vertieft und ausgeweitet.

Weitere Bausteine der WORLDFACTORY sind die Lernfabrik des Lehrstuhls für Produktionssysteme der RUB sowie das neu gegründete Bochumer Institut für Technologie (BO-I-T). Es versteht sich als Einrichtung an der Schnittstelle von akademischer Forschung und wirtschaftlicher Verwertung. Ziel ist die Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in wirtschaftliche Wertschöpfung zum Wohle der Region. Am BO-I-T beteiligt sind drei Bochumer Hochschulen, die Bochum Wirtschaftsentwicklung sowie ein Förderverein, in dem sich die Industriepartner des BO-I-T sammeln. Das BO-I-T initiiert Forschungs- und Entwicklungsprojekte, akquiriert die Finanzierung und führt gemeinsam im Verbund durch. Es ist dabei als wachsende Struktur ausgelegt und themenoffen. Unternehmen und wissenschaftliche Partner sind zur Mitarbeit eingeladen.

An den Hochschulen der UniverCity Bochum gibt es eine Vielzahl von Projekten, die für gute Transferpraxis stehen. Das gilt beispielsweise für das SolarCar der Hochschule Bochum, bei dem ein interdisziplinär zusammengesetztes studentisches Team im weltweiten Wettbewerb um das beste Solarauto sehr von der engen Partnerschaft mit der Industrie profitiert. Für diese wiederum zahlt sich der schnelle Zugang zum Knowhow der Nachwuchsfachkräfte ebenfalls aus.

Mehr zur Zusammenarbeit im Netzwerk der UniverCity Bochum

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