Bochum ist die Wissenschaftshochburg im Ruhrgebiet - sieben Hochschulen, rund 56.000 Studierende und annähernd 10.000 Beschäftigte stehen für eine einzigartige akademische Vielfalt.

UniverCity Bochum ist der Zusammenschluss der Stadt Bochum, der Bochum Marketing GmbH, der IHK Mittleres Ruhrgebiet, des Akademischen Förderungswerkes, des Deutschen Bergbau-Museums sowie von sieben Bochumer Hochschulen.

Das gemeinsame Ziel der Partner ist die weitere Stärkung Bochums als Stadt der Wissenschaft und Bildung und eine stärkere Identifikation der Bochumer Bürgerinnen und Bürger mit den wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt.

Mit UniverCity Bochum haben Stadt, Hochschulen und weitere Partner hierfür ein Format der Zusammenarbeit geschaffen.

27. November 2015

27. November 2015 | Ausstellungseröffnung BLOON am 10.12., 19 Uhr im Kunstmuseum Bochum

Studierende der Hochschule Bochum aus dem Fachbereich Architektur zeigen ihre Arbeiten im Kunstmuseum Bochum.

BLOON - Ausstellung 10. Dezember 2015 - 17. Januar 2016, Kunstmuseum Bochum

Flyer BLOON

Bochums Innenstadt. Es dämmert schon. Wir laufen durch eine der kleineren Straßen. Etwas ist heute anders als sonst. Aus einer schmalen Lücke zwischen zwei Häusern leuchtet es geheimnisvoll heraus. Beim Näherkommen sehen wir ein strahlendes Objekt, das über dem Boden schwebt. Leute schauen hinauf. Was könnte das sein? Neugierig nähern wir uns weiter. Eine hell erleuchtete, transparente Blase hat sich zwischen zwei Häuser gequetscht. Leise Musik dringt aus dem Inneren. Man sieht junge Leute seltsam federnd auf und ab gehen.

Ein Studentenwohnraum in Form einer Blase ploppt auf, bleibt drei Wochen an einem Ort und gibt Studenten die Möglichkeit sich für ein oder zwei Tage einzumieten, um das Wohnen in BLOON zu probieren.
Dann verschwindet es wieder.
Vielleicht in eine andere Stadt.
Oder in ein anderes Land.
Wir wissen es nicht. Es taucht unvorbereitet auf. Kleine, seltsame, kugelförmige Objekte, verteilt in der Stadt, in Supermarktregalen, in der Kneipe nebenan oder beim Bäcker, kündigen drei Tage vorher das Erscheinen an. Der Rest - Mund zu Mund Propaganda.

Die Studenten hatten die Aufgabe, eine neue „Stadt“ innerhalb der bereits existierenden urbanen Strukturen schaffen. Es ging um die Beschäftigung mit Bochums ungenutzten Räumen. Grundstücke, die für den „normalen“ Immobilienmarkt unbrauchbar erscheinen, sollten durch Umdeutung in ein neues Licht gerückt werden. Zunächst hatten sie sich mit den Dachlandschaften Bochums auseinander zu setzen und der Frage nachzugehen, wie man studentisches Wohnen auf den Dächern der Stadt mit den vielen Leerständen im Erdgeschoss verbinden könnte.
Im Wesentlichen sollte studentisches Leben in die Innenstadt gebracht werden. Von den vielen Studentenwohnheimen des Studierendenwerkes liegt keines in der Stadt, die Wohnheime sind dem Campus angegliedert und liegen weit vor den Toren der Bochumer Innenstadt.

Dass von 360 000 Einwohnern etwa 56 000 Studierende sind, also jeder siebte Einwohner Studierender ist, stellt ein großes, lebendiges Potential für eine Stadt dar, die gerade dabei ist, sich neu zu erfinden.

Eine Befragung von Studierenden der Ruhr-Universität ergab, dass für viele das Bett als Schlafplatz, Arbeitsplatz und Aufenthaltsort eine zentrale Bedeutung hat, während für die meisten der Schreibtisch eher als untergeordnet bewertet wurde.

Aus all diesen Untersuchungen und Betrachtungen entstand im letzten Semester das Projekt BLOON, welches im Sommer 2016 in Bochum als Prototyp realisiert wird. Die Ausstellung im Kunstmuseum Bochum zeigt die prämierten Arbeiten aus dem vorangegangen Wettbewerb und den Zwischenstand des Projektes BLOON in Zeichnungen, Modellen, Filmen und einer Installation.

FILM

Filme können magisch sein. Man sitzt an einem dunklen Ort und schaut auf eine helle Leinwand. Musikertönt, das Licht zaubert Figuren und Szenen auf eine plane Fläche - und man wird eingesogen in eine fiktionale Welt. Der physische, umgebende Raum wird ausgeblendet.

Etwas zeitverzögert baut unser Gehirn aus der Kombination von Bild und Ton einen filmischen Raum. Nichts von der dargestellten Welt ist haptisch erfahrbar. Was die Trennung der beiden Räume perfekt macht.
Dieses Verhältnis von starkem Realitätseindruck einerseits und materieller Ferne des Films andererseits, macht vielleicht die besondere Faszination des Films aus.
Irritationen ergeben sich, wenn der Film diese Grenze der fiktionalen Handlung überschreitet und den Zuschauer direkt anspricht. Geräusche und Klang verbinden beide Räume. Der Klang des Films füllt den Raum und verbindet den Zuschauer mit der fiktionalen Welt des Films.
Die Studierenden entwickelten aus dem Szenenbild eines selbst ausgewählten Films ein Objekt oder eine Installation.

 AUSSTELLUNG: 10.12.2015 - 17.01.2016, Kunstmuseum Bochum
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